Gender-Generve
Heute war ich bei einem Treffen der Jusos mit der Reinickendorfer Frauenbeauftragten dabei. Sie nimmt ihren Job sehr ernst, es blieben nach dem ersten Treffen allerdings noch einige Fragen offen. ← Werden dieses Wochenende recherchiert.
Habe mich zudem sehr über zwei Broschüren zum Rauchentzug geärgert – für „girls“ und „boys“. Nachdem ich erst außer einer anderen Schrift, anderen Fotos und einigen Hintergrundfarben (blau für Jungs!) keine Unterschiede erkennen konnte, fand ich nach einigem Suchen doch noch einiges im Kleingedruckten. Mein Fazit bisher:
- Mädels haben eine „Clique“, Jungs haben „Freunde“
- Mädels rauchen, um ihr Gewicht zu halten oder abzunehmen und müssen daher vor einer Diät nach der letzten Zigarette gewarnt werden.
- Schwangerschaft oder auch die Pille gehen für Mädels nicht mit Rauchen zusammen, bei Jungs ist Impotenz die Folge.
- Jungs sind gerne mit ihren Kumpels abgebildet, die Mädels sind gerne mit Jungs zusammen (bzw. gucken ihnen hinterher).
- Mädels können mit ihrer Freundin einen „Buddy“-Vertrag abschließen, damit sie nicht wieder mit dem Rauchen anfangen.
Sonderbar alles. Ich finde zielgruppengenaue Kommunikation wichtig, ich verstehe auch Werbung und Kampagnen, die sich gezielt an Männer oder Frauen richten (Coke Zero/Coke Light..). Aber irgendwann wirkt es gezwungen und führt nur dazu, dass man weitere Vorurteile aufbaut. Man kann in Zukunft aber natürlich auch geschlechtsgetrennte Studiengänge anbieten.
